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Theologische Fakultät
Universität Freiburg
Av. de l´Europe 20
1700 Freiburg
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Tél. +41 (0)26 300 73 70

Dekanat
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Di - Do 9.30 - 11 
Di 13 - 15 Uhr 
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MIS 1225

Berufsperspektiven

Die Aktualität von Glaube, Kirche und Glaube zeigt sich in unserer heutigen Gesellschaft in neuer, unerwarteter Intensität.

Den Kern der theologischen Ausbildung bilden sicherlich die Studiengänge zur Ausbildung künftiger Priester und Pastoralassistenten/-assistentinnen sowie von Lehrerinnen und Lehrern an den Schulen (Lehramtsstudiengang). Das Studium der Theologie ermöglicht jedoch auch Berufsperspektiven, die über Kirche und Schule hinausweisen (z.B. in öffentlichen sozialen und kulturellen Einrichtungen, im Verlagswesen, im Personalmanagement, in Sozialarbeit und psychologischer Begleitung, in Beratungsstellen für Religions- und Weltanschauungsfragen, in Erwachsenenbildung und Journalismus). So lassen sich etwa in Medien und Politik Theologen und Theologinnen finden. „Ich bin Theologe und keiner weiss es“ beschreibt zum Beispiel Benedikt Otto, Produktmanager beim MDR, seinen Beruf.

Theologen und Theologinnen gehören zur Scientific Community und haben in diesem Kreis die Theologie als Wissenschaft zu verantworten. Zugleich erhalten sie von den anderen Wissenschaften ständig neue Impulse für ihre eigenen Fragestellungen. Die Theologie unterscheidet sich zugleich von den anderen Wissenschaftsgebieten, weil sie eine eigene leitende Perspektive hat: Sie handelt grundlegend von Gott und von den Geschöpfen, insofern sie auf Gott als Ursprung und Ziel bezogen sind. Damit nimmt sie eine grundlegend kritische Haltung gegenüber allen selbstgenügsamen Wahrheits- und Machtansprüchen ein.

In Übereinstimmung mit dem Selbstverständnis des christlichen Glaubens ist Theologie daher wesentlich auf die Öffentlichkeit ausgerichtet. Sie reflektiert ihre eigene Stellung und die Stellung der Kirche in der Gesellschaft.

Theologen und Theologinnen tragen Mitverantwortung für eine nachhaltige Entwicklung mit menschlichem Antlitz auf unserem Planeten und können sich in entsprechenden Berufsfeldern engagieren. Angesichts der Deregulierung im religiösen und ethischen Bereich (fundamentalistische und esoterische Strömungen) und in der Suche nach einem friedlichen Zusammenleben der Religionen und Kulturen hat die kritische Arbeit der Theologie einen wertvollen Beitrag zu leisten, um Wert- und Wahrheitsfragen im gesellschaftlichen Diskurs lebendig zu halten.

Die Theologie hat ihre Reflexion auch einzubringen, wenn es um die Grundlagen eines politisch neu zu gestaltenden Miteinanders der europäischen und globalen Gemeinschaft geht, um gesellschaftliche und ökonomische Prozesse, um die Beziehungen zu den verarmten Massen in vielen Teilen der Welt sowie um neue Entwicklungen in Wissenschaft und Technik. Dies gilt verstärkt in Zeiten kulturellen Umbruchs, gesellschaftlicher und politischer Transformationen, wie wir sie heute erleben. Dank der Sprache und der Symbolik, die dem Glauben zur Verfügung stehen, ist die Theologie in besonderem Maβe in der Lage, Erfahrungen des Leidens und der Ohnmacht artikulierbar und vernehmbar zu machen.

Theologiestudierende erschliessen sich unerwartete Berufsperspektiven durch ihre Kompetenz, ihr Engagement und ihre Kreativität!

 
 
 

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