Das Zeugnis der Heiligen und die Einheit der Kirche

 

Die Enzyklika Papst Johannes Pauls II. "Ut Unum sint" (1995) betrachtet den geistlichen Ökumenismus als das Herz der ökumenischen Bewegung - und das Zeugnis der Heiligen als das Herz des geistlichen Ökumenismus.

"Die Heiligen kommen aus allen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die ihnen den Eintritt in die Heilsgemeinschaft eröffnet haben. Wenn man von einem gemeinsamen Erbgut spricht, muß man dazu nicht nur die Einrichtungen, die Riten, die Heilsmittel und die Traditionen zählen, die alle Gemeinschaften bewahrt haben und von denen sie geformt worden sind, sondern an erster Stelle und vor allem diese Tatsache der Heiligkeit.
In der Ausstrahlung, die vom 'Erbe der Heiligen' ausgeht, die allen Gemeinschaften angehören, erscheint der 'Dialog der Bekehrung' zur vollen und sichtbaren Einheit nun unter einem Licht der Hoffnung. Diese Allgegenwart der Heiligen liefert nämlich den Beweis für die Transzendenz der Macht des Geistes. Sie ist Zeichen und Beweis für den Sieg Gottes über die Kräfte des Bösen, die die Menschheit spalten. Wie es in den Liturgien besungen wird, krönt Gott in der Krönung der 'Verdienste der Heiligen das Werk seiner Gnade'" (UUS 83).

Das Institut für Ökumenische Studien sieht im Erbe der Heiligen einen Schatz und einen Auftrag. Es weiß sich Leben und Werk von Walter Nigg besonders verbunden.

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